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17.3.2026

ELO ist eingeführt – wird aber nicht genutzt?

Details
17.3.2026
Uhr - icon
6 Minuten
Autor
Helge Logemann

Vertriebsleiter Außendienst bei Förster IT

Warum viele ELO‑Projekte scheitern (und wie Unternehmen sie retten können)


Viele Unternehmen haben sich bewusst für ELO Digital Office entschieden: revisionssichere Archivierung, strukturierte Prozesse, digitale Workflows.


Und trotzdem erleben wir es in der Praxis immer wieder:
ELO ist installiert – wird aber kaum oder gar nicht genutzt.
Statt Effizienz herrscht Frust. Mitarbeitende arbeiten weiter mit Netzlaufwerken, Papier oder E‑Mails. Die Investition bleibt liegen – und ELO bekommt den Ruf, „kompliziert“ oder „ungeeignet“ zu sein.

Doch die Wahrheit ist:


👉 In den seltensten Fällen liegt es an ELO selbst.

Typische Situation aus der Praxis


In vielen Erstgesprächen hören wir Aussagen wie:

  • „ELO ist da, aber keiner arbeitet damit.“
  • „Wir kommen gar nicht richtig rein.“
  • „Der Dienstleister meldet sich nicht mehr.“
  • „Sicherheitsanforderungen blockieren alles.“

Diese Situationen sind kein Einzelfall – sondern symptomatisch für gescheiterte oder unvollständige Einführungen.

Die häufigsten Gründe, warum ELO nicht genutzt wird


1. ELO wurde technisch installiert – aber nicht eingeführt


Ein klassischer Fehler:
ELO wird aufgesetzt, Archive werden angelegt – doch die Mitarbeitenden werden nicht abgeholt.
Was fehlt häufig:

  • klare Prozesse
  • definierte Use Cases
  • Schulungen & Begleitung
  • Verantwortlichkeiten im Unternehmen

Ergebnis:


👉 ELO existiert, aber niemand fühlt sich zuständig.



2. Sicherheit blockiert den Produktivbetrieb


Ein sehr aktuelles Thema ist die Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (2FA).
Viele Unternehmen stehen vor dem Problem:

  • Sicherheitsanforderungen steigen
  • 2FA ist Pflicht (DSGVO, ISMS, Kanzleiumfeld)
  • die vorhandene ELO‑Version unterstützt das nicht nativ

Das Resultat:
ELO wird aus Sicherheitsgründen gar nicht erst freigegeben.


Wichtig dabei:
👉 Das ist kein Bedienfehler, sondern oft eine Versions‑ und Architekturfrage.

3. Der ursprüngliche Dienstleister ist nicht mehr erreichbar


Ein besonders kritischer Punkt:

  • offene Tickets
  • keine Reaktion
  • fehlende Dokumentation
  • kein klarer Ansprechpartner mehr

Für Unternehmen bedeutet das:

  • Stillstand
  • Sicherheitsrisiken
  • Unsicherheit, wie es weitergeht

Viele trauen sich nicht, das Thema neu anzugehen – aus Angst vor einem kompletten Neustart.



4. ELO wurde als „digitale Ablage“ verstanden


ELO ist keine bessere Ordnerstruktur, sondern eine Plattform für Informations‑ und Prozessmanagement.
Wenn ELO nur als Ablage genutzt (oder geplant) wird:

  • entsteht kein echter Mehrwert
  • Akzeptanz bleibt aus
  • Mitarbeitende kehren zu alten Arbeitsweisen zurück

Warum das kein Softwareproblem ist


ELO funktioniert in tausenden Unternehmen zuverlässig.
Was scheitert, ist meist nicht die Software – sondern:

  • das Projektvorgehen
  • die fehlende Einbettung in die IT‑Gesamtstrategie
  • mangelndes Change‑Management

Kurz gesagt:
ELO ist selten falsch – aber oft falsch eingeführt.

Wie Unternehmen ELO wieder erfolgreich nutzen können


1. Ehrliche Bestandsaufnahme statt Neustart


Der erste Schritt ist kein neues Projekt, sondern eine Analyse:

  • Welche ELO‑Version läuft?
  • Was ist technisch vorhanden?
  • Welche Archive & Daten existieren bereits?
  • Wo liegen die echten Blocker?

Oft lässt sich mehr retten, als gedacht.



2. Sicherheit & Technik sauber klären

Themen wie:

  • Zwei‑Faktor‑Authentifizierung
  • Cloud vs. On‑Prem
  • Microsoft 365 / Entra ID müssen strukturiert betrachtet werden – nicht als Nebenproblem.

Gerade hier entscheidet sich, ob ELO nutzbar wird oder nicht.


3. Mit klaren Quick Wins starten


Statt „alles auf einmal“:

  • ein klarer Einstieg
  • ein Prozess
  • ein Mehrwert, der sofort spürbar ist

Beispiele:

  • Rechnungseingang
  • Vertragsablage
  • Projektakten

Akzeptanz entsteht durch Erfolgserlebnisse.



4. ELO als Teil der Digitalstrategie denken


ELO entfaltet seinen Nutzen erst im Zusammenspiel mit:

  • IT‑Infrastruktur
  • Security‑Konzept
  • Microsoft 365
  • kaufmännischen Prozessen (z. B. DATEV)

Genau hier liegt der Unterschied zwischen Software‑Einführung und echter Digitalisierung.

Fazit: ELO ist nicht gescheitert – das Projekt ist es
Wenn ELO bei Ihnen vorhanden ist, aber nicht genutzt wird, bedeutet das nicht:

  • falsche Software
  • Fehlentscheidung

Sondern meist:
Ein Projekt, das nie sauber abgeschlossen wurde.
Mit der richtigen Analyse, klarer Struktur und einem realistischen Vorgehen lässt sich ELO in vielen Fällen stabilisieren, absichern und erfolgreich in den Alltag integrieren.


👉 Unser Ansatz


Wir begleiten Unternehmen dabei,

  • festgefahrene ELO‑Installationen zu übernehmen
  • Sicherheits‑ und Technikthemen sauber zu lösen
  • ELO Schritt für Schritt produktiv zu machen

Nicht als reines Softwareprojekt – sondern als nachhaltige Digitalisierungsmaßnahme.

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Seit 2004 begleiten wir, die Förster IT-Dienstleistungen GmbH, Steuerberatungskanzleien und eure Mandanten auf dem Weg zu digitaler Exzellenz. Mit unserem Team von rund 40 Mitarbeitenden, bestehend aus erfahrenen Steuerfachangestellten und Fachinformatikern, verstehen wir die einzigartigen Herausforderungen deiner Branche.